Zweitwohnungssteuer

Was ist dabei eigentlich zu beachten?

  1. Mehraufwendungen der Gemeinden sollen mit der Steuer gedeckt werden. Mit ihr werden aber auch soziale Zwecke verfolgt, vor allem um einem unerwünschten Vorhalten von Wohnungen in besonders beliebten Gegenden entgegenzuwirken. 
  2. Die Zweitwohnungssteuer ist eine örtliche Aufwandsteuer i.S.d. Art. 105 Abs. 2a GG.
  3. Sie kann einkommensteuerrechtlich im Rahmen der doppelten Haushaltsführung berücksichtigt werden, § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 5 EStG.
  4. Ebenso ist sie bei vermieteten Ferienwohnungen als Werbungskosten abziehbar.
  5. Steuersatz und Steuermaßstab richten sich nach dem jährlichen Mietaufwand.
  6. Zweitwohnung ist grds. die als solche gemeldete. 
  7. Bei verheirateten nicht dauerhaft getrennten Personen ist jedoch die von der Familie vorwiegend benutzte Wohnung die Hauptwohnung des Steuerpflichtigen.  
  8. Zweitwohnungssteuern für berufsbedingte Nebenwohnung eines solchen verheirateten Berufstätigen sind unzulässig
  9. Auch Studenten können zweitwohnungssteuerpflichtig sein.

Fundstellen 
BMF-Schreiben vom 30.09.2013 IV C 5 - S 2353/13/10004, Beck‘sches Steuer- und Bilanzrechtslexikon Rz 1, 3 und 10, Bundesverfassungsgericht Pressemitteilung Nr. 110/2005 vom 10.11.2005, BFH/NV 2003 S. 377, BVerfG, Nichtannahmebeschluss vom 17.02.2010 1 BvR 529/09

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