Woran Sie beim Abzug von Krankenversicherungsbeiträgen von Kindern denken sollten!

Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge von Kindern, für die ein Anspruch auf Kindergeld oder einen Kinderfreibetrag besteht, können nach § 10 Abs. 1 Nr. 3 S. 2 EStG von den Eltern als Sonderausgaben abgezogen werden.

Das gilt auch, wenn das Kind eine Berufsausbildung im Rahmen eines Ausbildungsdienstverhältnisses absolviert und die Krankenversicherungsbeiträge vom Arbeitgeber direkt einbehalten und abgeführt werden.

Die Krankenversicherungsbeiträge können beliebig zwischen Eltern und Kindern aufgeteilt werden. Da während einer Berufsausbildung regelmäßig keine oder nur geringe Steuern anfallen, ist der Sonderausgabenabzug bei den Eltern in den meisten Fällen allerdings steuerlich günstiger.

Steht den Eltern kein Kinderfreibetrag oder Kindergeld mehr zu, so ist ein Sonderausgabenabzug von Krankenversicherungsbeiträgen bei den Eltern nicht möglich. Allerdings können die Aufwendungen dann nach § 33a Abs. 1 EStG als außergewöhnliche Belastung berücksichtigt werden.

Eine tatsächliche Zahlung oder Erstattung der Kindergeldbeiträge durch die Eltern ist in beiden Fällen nicht erforderlich. Ausreichend ist, wenn die Eltern Ihrer Unterhaltsverpflichtung - z.B. durch Gewährung von Unterhalt und Verpflegung - nachkommen.

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Fundstelle
BMF-Schreiben vom 19.08.2013 - IV C 3 - S 2221/12/10010 :004 / IV C 5 - S 2345/08/0001, BStBl 2013 I S. 1087

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