Woher kommt die "doppelte Buchführung"?

Venezianische Kaufleute führten ihre Bücher im Mittelalter so, dass sie einen schnellen Überblick über Ein- und Ausgänge hatten.

Dabei trennten sie sauber zwischen Vermögensbeständen und den jeweiligen Zu- und Abgängen. Es fiel ihnen somit leicht, zwischen eingesetztem Kapital und laufendem Gewinn/Verlust zu unterscheiden. Einmal im Jahr zog man "Bilanz" und korrigierte die Vermögensbestände.

Der Mönch Luca Pacioli, ein Zeitgenosse Leonardo da Vincis, schrieb das mathematische Wissen seiner Zeit, darunter auch die "Buchhaltung", auf. Die erste Abhandlung über die doppelte Buchführung mit arabischen Ziffern war geboren.

Fundstelle
"Soll+Haben". Die doppelte Buchführung und die Entstehung des modernen Kapitalismus. Jane Gleeson-White, Klett-Cotta Verlag Stuttgart 2015 

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