Wann entsteht die Steuerschuld (USt) bei unrichtigem Steuerausweis?

Umsatzsteuer

Das Bundesministerium der Finanzen hat zum Zeitpunkt der Steuerentstehung bei unrichtigem Steuerausweis (§ 14c Abs. 1 UStG) Stellung genommen.

Grundsätzlich entsteht die Umsatzsteuer mit Ablauf des VAZ in dem die Leistung ausgeführt worden ist (§ 13 Abs. 3 UStG), spätestens jedoch im Zeitpunkt der Ausgabe der Rechnung.

Im Falle eines unrichtigen und damit meist zu hohen Steuerausweises mit 19 % anstelle von 7 % ist der höhere Betrag zu entrichten, da dieser gem. § 14c Abs. 1 UStG gesetzlich geschuldet wird. Allerdings kann aus Vereinfachungsgründen die Anmeldung dieses höheren Betrages erst im VAZ der Rechnungsstellung erfolgen.

Hinweis
Im Abschn. 13.7 der aktuellen Version des UStAE werden zur Veranschaulichung des Sachverhaltes 2 Beispiele aufgeführt.  

Fundstelle
BMF-Schreiben vom 02.04.2015 IV D 2 - S 7270/12/10001

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