Vor- und Zuname auf Klingelschildern

Haas - Steuernachrichten

Alltagsprobleme der DSGVO.

Nach der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) ist (auch) die Privatsphäre von Personen zu schützen. Nach einer behördlichen Einschätzung in Österreich (Wien) verstößt die öffentliche Verbindung von Nachname und Wohnungsnummer gegen die DSGVO. In Wien sollen ca. 200.000 Schilder ausgetauscht werden.

Zwischenzeitlich hat die EU-Kommission in den Medien Entwarnung gegeben, was etwaige Verstöße gegen die DSGVO betrifft.

Was ist vorbeugend zu tun?

Entweder darf auf dem Klingelschild nur noch die Wohnungsnummer stehen. Das würde aber voraussetzen, dass dann auch jeder "Besucher" die Wohnungsnummer kennt, die zu der Person gehört, die er besuchen wird. Einfacher wäre wohl eine "Einverständniserklärung" des Mieters mit dem Anbringen seines Namen-Klingelschildes (im Mietvertrag oder auf einem separaten Formular) oder der Mieter bringt sein Namensschild selbst an.

Fundstelle
FAZ vom 20.10.2018

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