Unfallkosten von der Steuer absetzen

Einkommensteuer

Nach einer Entscheidung des FG Rheinland-Pfalz sind Unfallkosten mit der Entfernungspauschale abgegolten.

Zu den Unfallkosten gehören nach dieser Entscheidung sowohl Krankheitskosten im Zusammenhang mit einem Unfall als auch die Reparaturkosten des Pkw. Die Finanzverwaltung erkennt die Reparaturkosten infolge eines Unfalls bisher aber als Werbungskosten an. Also auf jeden Fall neben der Entfernungspauschale als WK ansetzen. Krankheitskosten hingegen können nur als außergewöhnliche Belastung berücksichtigt werden.

  • Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte eines Arbeitnehmers können als Werbungskosten steuerlich geltend gemacht werden.
  • Werbungskosten i.S.d. § 9 Abs. 1 EStG sind Aufwendungen zum Erwerb sowie zur Sicherung und Erhaltung der Einnahmen.
  • Für jeden vollen Kilometer der Entfernung kann eine Entfernungspauschale i.H.v. 0,30 EUR angesetzt werden. Nach § 9 Abs. 2 Satz 1 EStG sind mit der Entfernungspauschale sämtliche Aufwendungen abgegolten, die durch die Wege zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte veranlasst sind.

Hinweis
Das FG hat die Revision nicht zugelassen. Es besteht für den Steuerpflichtigen lediglich noch die Möglichkeit, Nichtzulassungsbeschwerde beim BFH einzulegen.

Zu der Rechtsfrage der Reparaturkosten hat das FG Baden-Württemberg mit Urteil vom 24.06.2014 4 K 3997/11 den zusätzlichen Abzug von Unfallkosten zugelassen. Hiergegen ist beim BFH jedoch ein Verfahren anhängig (Az des BFH VI R 76/14).

Fundstelle
FG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 23.02.2016 1 K 2078/15

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