Unfallanalyse im Betrieb

Haas - Steuernachrichten

Wenn ein Unfall im Betrieb passiert ist, ist etwas falsch gelaufen. Aber was? Um das herauszufinden, sollte eine Unfallanalyse gemacht werden, und zwar richtig.

Was ist überhaupt ein Arbeitsunfall?

Wenn eine versicherte Person bei einer versicherten Tätigkeit einen Unfall erleidet, ist dies ein Arbeitsunfall.

Arbeitsunfälle können nach ihrer Schwere eingeteilt werden in leichte, schwere und tödliche Arbeitsunfälle. Bei leichten Arbeitsunfällen ist zwar Erste-Hilfe erforderlich, jedoch keine medizinische Betreuung. Die Arbeit kann wieder aufgenommen werden und es erfolgt ein Eintrag ins Verbandbuch. Schwere Arbeitsunfälle sind mit Ausfallzeiten und/oder Krankenhausaufenthalt verbunden. Und dann gibt es auch noch tödliche Arbeitsunfälle.

Die Unfallanalyse erfolgt idealerweise in 6 Schritten:

  1. Unfalluntersuchung
  2. Fakten zusammenstellen
  3. Ursachen ermitteln
  4. Lösungen erarbeiten
  5. Maßnahmenplan erstellen
  6. Wirksamkeitskontrolle durchführen

Praxistipp: Beinaheunfälle nutzen, um „gefahrlos“ zu lernen:
Es empfiehlt sich, Beinaheunfälle zu sammeln (z. B. in Form einer Excel-Liste) und mit den im Bereich Arbeitsschutz zuständigen Mitarbeitern zu besprechen. Unter der Fragestellung: "Was können wir daraus lernen?" liefern Beinaheunfälle wichtige Hinweise auf Gefährdungen und ermöglichen Verbesserungsmaßnahmen für Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten. Wichtig ist dafür eine Unternehmenskultur, die Fehler nicht verurteilt, sondern als Chance zur kontinuierlichen Verbesserung betrachtet.

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