Steuerrechtliche Behandlung der Rabatte, die Arbeitnehmern von dritter Seite eingeräumt werden

Der BFH hat seine Rechtsprechung zur steuerrechtlichen Behandlung der Rabatte, die Arbeitnehmern von dritter Seite eingeräumt werden, weiterentwickelt und konkretisiert.

Im Einvernehmen mit den obersten Finanzbehörden der Länder sind die Urteile unter Beachtung über die entschiedenen Einzelfälle hinaus anzuwenden.

Grundsätze können wie folgt zusammengefasst werden:

1.  Arbeitslohn liegt nicht vor,

  • wenn und soweit der Preisvorteil auch fremden Dritten üblicherweise im normalen Geschäftsverkehr eingeräumt wird (z.B. Mengenrabatt),
  • wenn ein überwiegend eigenwirtschaftliches Interesse des Dritten vorliegt.

2.  Arbeitslohn liegt dagegen i.d.R. vor, wenn der Arbeitgeber des Arbeitnehmers an Verschaffung der Preisvorteile aktiv mitgewirkt hat: 

  • Arbeitgeber übernimmt Handlungen/Verpflichtungen für den Dritten (Inkassotätigkeit, Haftung),
  • zwischen Arbeitgeber und Dritten besteht enge wirtschaftliche/tatsächliche Verflechtung (Organschaft),
  • Arbeitnehmer von Dritten erhalten Preisvorteile vom Arbeitgeber. 

3.  Weitere Einzelheiten ergeben sich aus dem BMF-Schreiben

Fundstelle
BMF-Schreiben vom 20.01.2015 IV C 5 - S 2360/12/10002, DStR 2015 S. 227 

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