Steuerfreiheit für Bereitschaftszeiten im Hausnotruf

Einkommensteuer

Das FG Köln bestätigt: Auch wenn bei Hausnotrufdiensten nebenbeschäftigte Rettungshelfer und -helferinnen nur Bereitschaftsdienst haben, ist ihre Vergütung dafür nach § 3 Nr. 26 EStG steuerfrei. Dies gilt bis zu der Höchstgrenze von 2.400 EUR jährlich.

Zwar falle in den Bereitschaftszeiten keine Pflege Alter und Kranker an, was bei der Lohnsteuer-Außenprüfung des Hausnotrufdienstleisters der Prüfer als Grund dafür angegeben hatte, dass nur die Vergütung für konkret anfallende Rettungsdienste dem § 3 Nr. 26 EStG unterfalle. Das Finanzgericht argumentierte jedoch, dass das Sichbereithalten unabdingbare Voraussetzung für effektive Rettungseinsätze ist.

tl;dr: Auch Vergütungen für Bereitschaftszeiten fallen unter die Steuerfreiheit nach § 3 Nr. 26 EStG.

Fundstelle
FG Köln, Urteil vom 25.02.2015 3 K 1350/12

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