Steuerbefreiung für Veräußerungsgewinne nach § 8b Abs. 2 KStG

Körperschaftsteuer

Wie wirken sich Kaufpreisänderungen in nachfolgenden Veranlagungszeiträumen aus?

Der BMF äußert sich in seinem Schreiben vom 24.07.2015, unter Berücksichtigung der aktuellen BFH-Rechtsprechung, zu der lange offenen Frage, wie sich spätere Kaufpreisänderungen oder Kaufpreisausfälle unter Berücksichtigung des § 8b Abs. 2 KStG auswirken.

Die in einem anderen Wirtschaftsjahr entstandenen Veräußerungskosten oder Veränderungen des Kaufpreises sind bei der Ermittlung des Veräußerungsgewinns oder Veräußerungsverlusts nach den Grundsätzen des § 8b Abs. 2 Satz 2 KStG im Veranlagungszeitraum, in dem das Wirtschaftsjahr der Veräußerung der Beteiligung endet, zu berücksichtigen.

In einem anderen Wirtschaftsjahr entstandene Veräußerungskosten oder nachträgliche Veränderungen des Kaufpreises für die Beteiligung erhöhen oder mindern danach die nach § 8b Abs. 2 und 3 KStG außerbilanziell vorzunehmende Einkommenskorrektur im Veran-lagungszeitraum, in dem das Wirtschaftsjahr der Veräußerung endet.

Soweit die Veränderung des Kaufpreises oder die Veräußerungskosten bilanziell in anderen Wirtschaftsjahren berücksichtigt wurden, ist der steuerbilanzielle Gewinn dieser Wirtschaftsjahre und der steuerbilanzielle Gewinn des Jahres, in dem die Veräußerung erfolgt ist, außerbilanziell entsprechend zu korrigieren.

Vor dem Wirtschaftsjahr der Anteilsveräußerung entstandene Veräußerungskosten sind bei der Veranlagung für den Veranlagungszeitraum, in dem das Wirtschaftsjahr endet, in dem sie angefallen sind, zu berücksichtigen. Die außerbilanzielle Korrektur der vor dem Wirtschaftsjahr der Anteilsveräußerung angefallenen Veräußerungskosten ist erst mit Wirksamkeit der Veräußerung vorzunehmen.

Die Änderungen der entsprechenden Veranlagungen sind nach Maßgabe der Korrekturvorschriften vorzunehmen.     

Fundstelle
BMF-Schreiben vom 24.07.2015 IV C 2 - S 2750-a/07/10002:002

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