Sozialversicherung: Beitragsfreiheit von pauschalbesteuerten Sachbezügen aufgehoben!

Einkommensteuer

Vorsicht bei der Abrechnung von pauschalbesteuerten Sachbezügen! Erhalten in einer größeren Anzahl von Fällen (mind. 20 Personen) Arbeitnehmer Sachbezüge, die im Kalenderjahr 1.000 EUR pro Person nicht übersteigen, kann der Arbeitgeber diese Bezüge pauschal besteuern. Bisher blieben diese Sachbezüge dann sozialversicherungsfrei.

Mit Wirkung vom 22.04.2015 hat der Gesetzgeber § 23a Satz 2 Nr. 3 SGB IV angepasst und die Beitragsfreiheit von Sachbezügen, die nach § 40 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 EStG pauschalversteuert werden, aufgehoben. Trotz Pauschalbesteuerung unterliegen diese Sachbezüge nunmehr als laufendes Arbeitsentgelt bis zur (anteiligen) Bemessungsgrenze der Sozialversicherungspflicht. Durch die Neuregelung entsteht eine weitere Ausnahme zum Grundsatz, dass pauschalbesteuerter Arbeitslohn sozialversicherungsfrei bleibt.

Hinweis
Auch bei Sachzuwendungen an Arbeitnehmer, die nach § 37b EStG pauschal besteuert werden sind Sozialversicherungsbeiträge fällig.

Fundstelle
5. SGB IV Änderungsgesetz

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