Sind E-Mails immer zu verschlüsseln?

Sonstiges

Unternehmen sind nicht verpflichtet ihre Daten unverschlüsselt an eine Behörde zu schicken. Das Versenden von verschlüsselten E-Mails ist dennoch sicherer.

Nicht zuletzt seit den Veröffentlichungen durch Edward Snowden ist klar, E-Mails, vor allem unverschlüsselt, sind nicht besonders sicher.

  1. Bundesgerichtshof (Az.: KVZ 57/12): Unternehmen sind nicht verpflichtet ihre Daten unverschlüsselt an eine Behörde zu schicken, und zwar unabhängig davon, ob es sich um Betriebs- oder Geschäftsgeheimnisse handelt.
  2. Verwaltungsgericht Berlin (Az.: 1 K 133.10): Eine Arbeitsvermittlung ist nicht verpflichtet, Bewerbungsprofile nur noch unverschlüsselt an potenzielle Arbeitgeber zu versenden, zumindest, wenn die Bewerber über die unverschlüsselte Weitergabe informiert sind.

Fazit

Sicherer ist die verschlüsselte Übermittlung allemal. Ist der Aufwand jedoch unverhältnismäßig hoch oder alle mit einer Nichtverschlüsselung einverstanden, besteht wohl keine Pflicht zur Verschlüsselung.

Fundstelle: BFH-Beschluss vom 26.02.2013 KVZ 57/12

 

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