Sind ab 01.01.2016 alle einmalig gezahlten Arbeitsentgelte gesondert zu melden?

Sozialrecht

Einmalzahlungen sind ab 01.01.2016 nur dann gesondert zu melden, wenn sie unter die "Märzklausel" fallen und dem Vorjahr zuzuordnen sind.

Überschreitet ein im Zeitraum vom 01.01. bis 31.03. einmalig gezahltes Arbeitsentgelt zusammen mit dem laufenden Arbeitsentgelt die anteilige Beitragsbemessungsgrenze, ist es dem letzten Entgeltabrechnungszeitraum des Vorjahres zuzuordnen (Märzklausel).

Seit dem 01.01.2014 muss die Jahresmeldung spätestens am 15.02. abgegeben werden. Das führt häufiger dazu, dass Einmalzahlungen nicht mehr der Jahresmeldung zugeschlagen werden können und die Einmalzahlung mit dem Abgabegrund 54 gesondert zu melden ist.

Verändern sich das laufende und einmalig gezahltes Arbeitsentgelt nach Abgabe der Jahres- und Sondermeldung rückwirkend, gelangt die Jahresmeldung wieder in den Verfügungsbereich des Arbeitsgebers. Es stellt sich dann die Frage, ob die Einmalzahlung im Zuge der Korrektur der Jahresmeldung zugeschlagen werden kann oder ob die Sondermeldung wie die Jahresmeldung der Höhe nach zu korrigieren ist.

Der Gesetzgeber hat diese Frage mit einem Änderungsgesetz beantwortet und festgelegt, dass ab 01.01.2016 die Einmalzahlung, die durch Anwendung der Märzklausel dem Vorjahr zuzuordnen ist, immer gesondert zu melden ist.

Fundstelle
5. SGB IV-Änderungsgesetz

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