Schlechte Arbeitsleistung - ein Kündigungsgrund

Haas - Steuernachrichten

Wegen schlechter Arbeitsleistung ist eine verhaltensbedingte Kündigung möglich. Dazu muss allerdings im Vorfeld eine Abmahnung ausgesprochen werden. Zudem ist eine Darlegung der schlechten Arbeitsleistung durch Vergleich mit den Leistungen aller anderen Arbeitnehmer notwendig.

Schlechte Arbeitsleistung kann eine Kündigung rechtfertigen - Dazu müssen allerdings verschiedene Punkte eingehalten werden. Es bedarf einer speziellen Dokumentation sowie Abmahnungen.

Im Urteil ging es um einen Kfz-Mechaniker, der bei einem im Rahmen seiner Arbeitstätigkeit von ihm durchzuführenden Test am Fahrzeug nur vier von sechs Mängeln feststellte und auch nicht alle Serviceleistungen durchführte. Es hatte bereits Abmahnungen gegeben.

Die Kündigung wurde dennoch nun als nicht rechtens beurteilt. Der Grund: Der Arbeitgeber hätte über einen gewissen Zeitraum hinweg die Leistungen des Arbeitnehmers mit denen seiner Kollegen vergleichen müssen. Das wäre etwa in Form eines Vergleichs seiner Fehlerquoten mit denen der Anderen möglich gewesen.

Ohne eine detaillierte Darlegung kann ein Gericht die Schlechtleistung sonst nicht feststellen. Die Schlechtleistung rechtfertigt die Kündigung dann nicht. 

Fundstelle
Arbeitsgericht Siegburg, Urteil vom 25.08.2017 3 Ca 1305/17

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