Praxistipp für den Vermieter: Hausflur und Treppenhaus als Wohnungserweiterung - Wie gestalte ich die Hausordnung?

Wenn sich Räder für Groß und Klein, Rollatoren, Blumen und Schirmständer im Flur tummeln, kann es unter Umständen schon recht eng werden. Für ein Mehrfamilienhaus muss eine Regelung gefunden werden, mit der alle leben können. Der Grundnutzungszweck des Treppenhauses ist es, den Zugang zur Wohnung zu ermöglichen. Mehr ist nur erlaubt, wenn niemand anders gestört wird. Der Vermieter trägt die Verkehrssicherungspflicht, er darf daher eine Hausordnung festlegen. Wie gestaltet er eine solche am besten?

Grundsätzlich gilt: Blumen, Putzzeug, Schirmständer, Schuhe, Garderoben und Schuhschränke müssen nicht erlaubt werden. Sie können nur als Ausnahme vom Vermieter zugelassen werden. Keine Gegenstände dürfen das Durchkommen im Flur erheblich erschweren. Genauso gehören Fahrräder nicht in den Flur. Nicht verboten werden dürfen Dinge, auf deren ständige Verfügbarkeit die Mietparteien angewiesen sind und deren Transport über Etagen ihnen nicht zugemutet werden kann. Dazu gehören Kinderwagen, Rollatoren, Gehhilfen.

Dreckige oder nasse Schuhe dürfen auf der - absolut üblichen und nicht zu verbietenden - Fußmatte abgestellt werden, jedoch nur vorübergehend.

Fundstelle
Anne-Christin Sievers in Was dürfen Mieter im Treppenhaus abstellen, F.A.Z. vom 03.08.2016

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