Nicht vergessen: Grundsteuererlassantrag stellen!

Haas - Steuernachrichten

Nur noch bis zum 31.03.2017 können Anträge auf Erlass der Grundsteuer des Jahres 2016 gestellt werden. Vermieter, die unverschuldet einen erheblichen Mietausfall hatten, können einen Grundsteuererlass von bis zu 50 % verlangen.

Die Frist läuft bald ab: Nur noch bis zum 31.03.2017 können Anträge auf Erlass der Grundsteuer für das Jahr 2016 gestellt werden. Vermieter, die unverschuldet einen erheblichen Mietausfall hatten, können einen Grundsteuererlass von bis zu 50 % verlangen. Ein vollständiger Erlass der Grundsteuer wird für Grundeigentum gewährt, dessen Erhaltung im öffentlichen Interesse liegt und wenn der Rohertrag in der Regel unter den jährlichen Kosten liegt.

Nach § 33 GrStG wird die Grundsteuer i.H.v. 25 % erlassen, wenn bei bebauten Grundstücken der normale Rohertrag des Steuergegenstandes um mehr als 50 % gemindert ist und der Steuerschuldner die Minderung des Rohertrags nicht zu vertreten hat. Entfällt der Ertrag völlig, ist die Grundsteuer i.H.v. 50 % zu erlassen.

Der Erlass ist immer dann möglich, wenn die Ursache der Mietausfälle in Leerstand, allgemeinem Mietpreisverfall oder struktureller Nichtvermietbarkeit liegt. Auch außergewöhnliche Ereignisse, wie Wohnungsbrände oder Wasserschäden, die zu leerstandsbedingten Mietausfällen führen, berechtigen zu einem Grundsteuererlass. Wichtig: Der Vermieter darf die Mietausfälle nicht selbst verschuldet haben.

Bei nicht vermieteten Wohnungen muss sich der Vermieter nachhaltig um eine Vermietung der Räumlichkeiten zu einem marktgerechten Mietzins bemüht haben. Ob der Steuerpflichtige nachhaltige Vermietungsbemühungen unternommen hat, ist jeweils unter den gegebenen Umständen zu prüfen, wobei es auf die Verhältnisse des Erlasszeitraums ankommt.

Das nachhaltige Bemühen wird angenommen, wenn z.B. Makler beauftragt oder Zeitungsanzeigen geschaltet werden bzw. das Angebot im Internet erscheint.

Hinweis

Der Grundsteuererlass kommt bei unbebauten Grundstücken nicht in Betracht.

Der Antrag ist bei den Steuerämtern der Städte und Gemeinden zu stellen, in den Stadtstaaten bei den Finanzämtern und muss dort bis zum 31.03.2017 eingegangen sein. Da an den Nachweis der Vermietungsbemühungen hohe Anforderungen gestellt werden, sollten Hauseigentümer ihre Vermietungsbemühungen sorgfältig dokumentieren.     

Fundstelle

§§ 3334 Abs. 2 GrStG 

 

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