Neues zum Entlastungsbetrag für Alleinerziehende

Haas - Steuernachrichten

Das BMF hat ein Schreiben zum Entlastungsbetrag für Alleinerziehende veröffentlicht. Seit dem Veranlagungszeitraum 2015 beträgt dieser 1.908 EUR jährlich zzgl. 240 EUR jährlich für jedes weitere Kind.

Das Schreiben regelt die Anspruchsvoraussetzungen und enthält Beispiele. Es werden durch das Schreiben die Anspruchsvoraussetzungen konkretisiert:

  1. Alleinstehend
    Alleinstehend ist, wer nicht die Voraussetzungen für die Anwendung des Splitting-Verfahrens erfüllt oder verwitwet ist und keine Haushaltsgemeinschaft mit einer anderen volljährigen Person bildet.
  2. Haushaltszugehörigkeit eines Kindes
    Ein Kind gehört zum Haushalt des Steuerpflichtigen, wenn es in der Wohnung des Steuerpflichtigen gemeldet, dauerhaft in dessen Wohnung lebt oder mit seiner Einwilligung vorübergehend, z. B. zu Ausbildungszwecken, auswärtig untergebracht ist.
  3. Identifizierung eines Kindes
    Voraussetzung für die Berücksichtigung des Kindes ist gem. § 24b Abs. 1 Satz 4 EStG die Identifizierung des Kindes durch die an dieses Kind vergebende Identifikationsnummer (§ 139b AO).
  4. Jahresbetrag, zeitanteilige Gewährung
    Der Entlastungsbetrag ist ein Jahresbetrag, der in jedem Veranlagungszeitraum insgesamt nur einmal in Anspruch genommen werden kann. Eine Aufteilung zwischen den Haushalten alleinerziehender Eltern ist nicht möglich. Für jeden vollen Kalendermonat, in dem die Voraussetzungen für die Inanspruchnahme des Entlastungsbetrages dem Grunde nach nicht vorgelegen haben, ermäßigt sich der Betrag zeitanteilig um ein Zwölftel (§ 24b Abs. 4 EStG).

Das BMF-Schreiben geht darüber hinaus umfassend auf die Definition zur Haushaltsgemeinschaft und die zeitanteilige Gewährung des Entlastungsbetrages ein.

Fundstelle

BMF-Schreiben vom 23.10.2017 IV C 8 - S 2265-a/14/10005

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