Neuer Erlass zur Gewerbesteueranrechnung nach § 35 EStG

Einkommensteuer

Mit Schreiben vom 03.11.2016 hat das BMF den Anwendungserlass zur Gewerbesteueranrechnung nach § 35 EStG neu gefasst und den bisherigen Erlass aufgehoben. Die zwischenzeitlich ergangene Rechtsprechung wurde im neuen Erlass übernommen. So auch die zum unterjährigen Gesellschafterwechsel.

Bei unterjährigem Gesellschafterwechsel werden die Gewerbesteuermessbeträge nur den zum Ende des Jahres beteiligten Unternehmern - nach Maßgabe des für sie geltenden allgemeinen Gewinnverteilungsschlüssel - zugeordnet. Der Veräußerungs- und Aufgabegewinn des ausscheidenden Gesellschafters beeinflusst den allgemeinen Gewinnverteilungsschlüssel nicht, Rz. 28. Anzuwenden ist die Regelung auf alle noch offenen Fälle, Rz 34.

Bei der Ermittlung des Ermäßigungshöchstbetrages ist hinsichtlich der Ermittlung des Verhältnisses der Summe der positiven gewerblichen Einkünfte zur Summe aller positiven Einkünfte jeweils auf die sich ergebenden (positiven) Einkünfte aus der jeweiligen Einkunftsart abzustellen. Positive und negative Einkünfte innerhalb einer Einkunftsart sind zu saldieren (sog. horizontaler Verlustausgleich). Die negative Summe der Einkünfte aus einer Einkunftsart kann nicht mit der positiven Summe der Einkünfte aus einer anderen Einkunftsart verrechnet werden (sog. vertikaler Verlustausgleich), Rz 16.

Fundstelle
BMF Schreiben vom 03.11.2016 IV C 6 - S 2296-a/08/10002:003

zur Übersicht