Miez und Mops von der Steuer absetzen

Einkommensteuer

Sind Hunde- und Katzensitter zukünftig als haushaltsnahe Dienstleistungen steuerlich begünstigt? Der BFH nahm hierzu Stellung und definiert hauswirtschaftliche Tätigkeiten.

Mit der Einführung des § 35a EStG hat der Gesetzgeber eine Steuerermäßigung geschaffen, die hauswirtschaftliche Dienstleistungen und handwerkliche Leistungen begünstigt.

Nimmt der Steuerpflichtige haushaltsnahe Dienstleistungen in Anspruch, ermäßigt sich die tarifliche Einkommensteuer auf Antrag um 20 %, höchstens 4.000 EUR, der Aufwendungen. Voraussetzung ist, dass die Leistungen im Haushalt des Steuerpflichtigen erbracht werden.

Zu den begünstigten Leistungen gehören nach ständiger Rechtsprechung u.a. das Einkaufen von Verbrauchsgütern, Kochen, Wäschepflege, Reinigung und Pflege der Räume, des Gartens und auch die Pflege, Versorgung und Betreuung von Kindern und kranken Haushaltsangehörigen.

Der BFH hat jüngst entschieden, dass auch die Versorgung und Betreuung eines im Haushalt des Steuerpflichtigen aufgenommenen Haustieres haushaltsnahe Dienstleistungen nach § 35a Abs. 2 Satz 1 EStG darstellen. Hierunter fallen insbesondere Tätigkeiten wie das Füttern, die Fellpflege, das Ausführen und die sonstige Beschäftigung des Tieres oder im Zusammenhang mit dem Tier erforderliche Reinigungsarbeiten.

Der BFH führt weiter aus, dass wenn der Gesetzgeber lediglich bestimmte haushaltsnahe Dienstleistungen hätte begünstigen wollen, er diese in § 35a EStG abschließend aufgezählt hätte. Damit widerspricht er dem BMF-Schreiben vom 10.01.2014 (BStBl 2014 I S. 75) und folgt der Auffassung des FG Düsseldorf vom 04.02.2015.  

Fundstelle
BFH-Urteil vom 03.09.2015 VI R 13/15

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