Maximale Stundenzahl für geringfügige Beschäftigte

Haas - Steuernachrichten

Die Erhöhung des Mindestlohnes hat auch Auswirkungen auf die maximale Stundenzahl für geringfügig Beschäftigte.

Das Zweite Mindestlohnanpassungsgesetz wurde am 20.11.2018 im BGBl verkündet. Danach ergibt sich ein bundeseinheitlicher gesetzlicher Mindestlohn (§ 11 MiLoG):

  • ab dem 01.01.2019 i. H. v. 9,19 EUR,
  • ab dem 01.01.2020 i. H. v. 9,35 EUR.

Wie berechnet sich nun der Stundenlohn?

Der Stundenlohn eines Gehaltsempfängers ermittelt sich nach folgender Formel:

  1. wöchentliche Arbeitszeit x 13 : 3 = mtl. Arbeitszeit
  2. Gehalt/mtl. Arbeitszeit = Stundenlohn

Beispiel: 40,00 Std. x 13 : 3 = 177,33 Std. mtl. Arbeitszeit.

Mindestgehalt/40,00 Std.-Woche:

  • ab dem 01.01.2019: 1.599,00 EUR
  • ab dem 01.01.2020: 1.627,00 EUR

Danach ergibt sich die maximale mtl. Stundenzahl geringfügig Beschäf-tigter (einschl. Urlaub!):

  • ab dem 01.01.2019: 48,97 Std./Monat (450,00 EUR/9.19 EUR) bzw. 11,30 Std./Woche
  • ab dem 01.01.2020: 48,13 Std./Monat (450,00 EUR/9,35 EUR) bzw. 11,11 Std./Woche

Fundstelle
Zweite Mindestlohnanpassung VO vom 20.11.2018
BGBl 2018 I S. 1876

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