Lockerung beim Mindestlohn

Lohn und Personal

Erleichterung bei den Aufzeichnungspflichten.

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles will die umstrittenen Dokumentationspflichten für Arbeitgeber nun doch deutlich lockern. Die Pflicht zur Aufzeichnung von Beginn, Ende und Dauer der Arbeitszeit soll künftig entfallen, wenn das regelmäßige monatliche Entgelt in den letzten 12 Monaten mindestens 2.000 EUR brutto betragen hat.

Die Erleichterung bei der Bürokratie sollen spätestens in der kommenden Woche per Verordnung auf den Weg gebracht werden. Von der Aufzeichnungspflicht ausgenommen werden sollen auch mitarbeitende Familienangehörige etwa in der Landwirtschaft.

Außerdem soll klargestellt werden, dass in den meisten Fällen im Hinblick auf den Mindestlohn keine Auftraggeberhaftung besteht.

Eine weitere Klarstellung soll auch für das Ehrenamt erfolgen. Ehrenamtliche Tätigkeiten sollen vom Mindestlohn ausgenommen sein. In der Praxis gibt es aber mit dem Mindestlohn Probleme, da im Breitensport z.B. Übungsleiter als Minijobber angestellt sind. Durch eine gesetzliche Klarstellung soll diese Praxis nun weiter erlaubt sein.   

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