Könnte das eine Gestaltung sein?

Haas - Steuernachrichten

Um Erbschaftsteuer zu sparen, könnte die Zahlung einer Abfindung an den "weichenden" vermeintlichen Erben in Betracht kommen.

Sachverhalt

Erblasser (E) setzt zunächst seine Kinder und dann später seine "Geliebte" ein. Der Streit vor dem Nachlassgericht: Wer denn nun Erbe sei? endete mit einem Verzicht der Geliebten gegen Zahlung von 160.000 EUR.

Lösung des BFH

  1. Der Erbe darf die Abfindungszahlung an den Erbprätendenten (Geliebte) als Nachlassverbindlichkeit abziehen.
  2. Die Zahlung unterliegt beim Erbprätendenten (Geliebte) nicht der ErbSt. 

Fundstelle
BFH-Urteil vom 15.06.2016 II R 24/15, DStR 2016 S. 2095, 
BFH-Urteil vom 04.05.2011 II R 34/09, BStBl 2011 II S. 725

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