Keine Verzinsung der Einkommensteuernachzahlung bei rückwirkendem Wegfall eines Investitionsabzugsbetrags

Jahresabschluss

Gibt der Unternehmer die Absicht zu einer Investition auf, für die er einen Investitionsabzugsbetrag erhalten hat, wird der Anspruch rückgängig gemacht.

Gibt der Unternehmer die Absicht zu einer Investition auf, für die er einen Investitionsabzugsbetrag nach § 7g EStG erhalten hat, wird der Anspruch rückgängig gemacht und es kommt zur Einkommensteuernachzahlung - jedoch ohne einen Zinszuschlag.

Dies ergibt sich aus dem heute veröffentlichten Urteil des BFH.

Der BFH hat damit die Frage nach der rückwirkenden Verzinsung der Steuernachforderung zugunsten der Unternehmer entschieden, allerdings nur mit Wirkung für die Vergangenheit. Denn für ab 2013 beanspruchte Investitionsabzugsbeträge ist die rückwirkende Verzinsung bei rückwirkendem Wegfall des Anspruchs kürzlich ausdrücklich gesetzlich geregelt worden (durch das Amtshilferichtlinie-Umsetzungsgesetz vom 26. Juni 2013).

Fundstelle: BFH-Urteil vom 11.07.13 IV R 9/12 - veröffentlicht am 04.09.2013

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