Keine Lohnsteuerpauschalierung bei Minijob von beherrschenden GmbH-Gesellschaftern

Einkommensteuer

Die pauschale Besteuerung von Minijobs bei beherrschenden GmbH-Gesellschaftern ist nach Ansicht des FG Rheinland-Pfalz nicht möglich.

Im Streitfall war ein Alleingesellschafter im Rahmen einer geringfügigen Beschäftigung bei seiner GmbH angestellt. Der an den Gesellschafter gezahlte Arbeitslohn wurde von der GmbH nach § 40a Abs. 2a EStG pauschal mit 20 % besteuert. Eine Einkommensbesteuerung beim Gesellschafter wurde dementsprechend nicht vorgenommen.

Nachdem ein Lohnsteueraußenprüfer diese Vorgehensweise beanstandet hatte, musste das FG Rheinland-Pfalz entscheiden. Das FG folgte der Auffassung des Prüfers und entschied, dass eine pauschale Besteuerung bei beherrschenden Gesellschaftern einer GmbH nicht zulässig ist. Voraussetzung einer pauschalen Besteuerung nach § 40a Abs. 2 und 2a EStG sei eine geringfügige Beschäftigung im sozialversicherungsrechtlichen Sinn. Diese liegt bei beherrschenden Gesellschaftern allerdings aufgrund fehlender Weisungsgebundenheit regelmäßig nicht vor. Das von der GmbH gezahlte Gehalt ist vom Gesellschafter daher mit seinem individuellen Steuersatz zu versteuern!

Fundstelle
FG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 27.02.2014 6 K 1485/11

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