Keine erweiterte Kürzung bei Veräußerung eines Teils eines Mitunternehmeranteils

Haas - Steuernachrichten

Der Gewinn aus der Veräußerung von Mitunternehmeranteilen an Grundstücksgesellschaften ist nicht als auf die Verwaltung und Nutzung eigenen Grundbesitzes entfallender Gewinn anzusehen, für den die erweiterte Kürzung für Grundstücksunternehmen zu gewähren ist.

Der Gewinn aus der Veräußerung eines Teils eines Mitunternehmeranteils ist nach der Entscheidung des BFH nicht in die erweiterte Kürzung gem. § 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG einzubeziehen.

Im Urteilsfall ging es um eine KG, die zunächst zu 100 % an einer anderen gewerblich geprägten KG beteiligt war, welche eine Immobilie verwaltete. Die Mutter-KG veräußerte mehrere Teile ihres Kommanditanteils an der Immobilien-KG und hielt zuletzt noch einen Anteil von 6 %.

Der Gewinn aus der Veräußerung floss in den Gewinn aus Gewerbebetrieb der Immobilien-KG ein.

Im Rahmen der Gewerbesteuererklärung beantragte sie die erweiterte Kürzung des gesamten Gewerbeertrags - auch des darin enthaltenen Veräußerungsgewinns.

Nach der Entscheidung des BFH sind Gewinne aus der Veräußerung von Mitunternehmeranteilen nicht durch die erweiterte gewerbesteuerliche Kürzung für Grundstücksunternehmen nach § 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG begünstigt.

Fundstelle
BFH-Urteil vom 08.12.2016 IV R 14/13 

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