Kein Werbungskostenabzug bei Eigenleistungen des Arbeitnehmers für die private Dienstwagennutzung

Haas - Steuernachrichten

Eigenleistungen des Arbeitnehmers für außerdienstliche Nutzung eines ihm überlassenen betrieblichen Kfz führen nicht zu Werbungskosten. Der Verzicht auf Bruttogehalt gegen einen geringeren Sachlohn, kann zwar den geldwerten Vorteil minimieren, jedoch kein Werbungskostenabzug ermöglichen.

Der BFH hat schon mehrmals entschieden, dass vom Arbeitnehmer getragene Aufwendungen für die Nutzung eines vom Arbeitgeber überlassenen Pkw zwar den geldwerten Vorteil minimieren, jedoch kein Werbungskostenabzug generieren können.

Urteilsfall
Der Kläger bekam von seinem Arbeitgeber einen PKW für  betriebliche als auch für private Fahrten überlassen. Der Arbeitnehmer beteiligte sich an den Kosten, indem er einen sogenannten „Mitarbeiteranteil“ übernahm. Er leistete also keine „tatsächlichen Aufwendungen“, sondern das Bruttogehalt wurde vom Arbeitgeber um bestimmte Beträge herabgesetzt.

Ein abgekürzter Zahlungsweg und somit ein Zufluss als Arbeitslohn liegt bei dem einbehaltenen „Mitarbeiteranteil“ jedoch nicht vor. Der Arbeitnehmer hat keine Aufwendungen getragen. Der Kläger hatte lediglich mit seinem Arbeitgeber vereinbart, dass sein monatliches Bruttogehalt um bestimmte Beträge herabgesetzt wurde und er dafür in Sachlohn, den Nutzungsvorteil Pkw, entlohnt wurde.

Hier entschied das FG, dass auch in einem solchen Fall kein Werbungskostenabzug in Höhe des Barlohnverzichts in Betracht kommt.

Der BFH bestätigte hier dadurch, dass er die Nichtzulassung der Revision als unbegründet zurückwies.

Aber Achtung: Die Beteiligung an den Kosten eines überlassenen Pkw können den geldwerten Vorteil jedoch auf bis zu 0 € kürzen, bei der 1 % Methode sowie  auch bei Führung eines Fahrtenbuchs.

Fundstelle

BHF Urteil vom 18.02.2020, VI B 20/19, Hessiches  Finanzgericht vom 09.10.2018, 7 K 1891/16

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