Kaufen Sie sich ein Sparschwein - Ultimative Tipps für den Berufseinstieg von Finanzanalytiker Volker Looman

Lassen Sie sich nichts aufschwatzen! Das Leben ist nicht so gefährlich, wie der unerschöpfliche Pool an Versicherungen zu vermitteln versucht. Bewahren Sie Ruhe bei Ihrem finanziellen Berufseinstieg. Lohmanns Rat: Geld zusammen halten und erstmal 30 werden. 30 werden Sie von allein. Wie das mit dem Geld geht?

Das sind die praktischen Tipps:

5 Monatslöhne als Reserve aufbauen, daneben monatlich das Sparschwein füllen und bitte keine Gedanken an Zinsen verschwenden - soweit der Grundgedanke.
Ein Rechenbeispiel: Sie arbeiten seit 2 Jahren, sind 28 Jahre alt und haben ein üppig erscheinendes Einkommen von 58.000 EUR jährlich - brutto. Nach einem im Zweifel langen Studium erscheint damit vor Ihnen eine sprudelnde Quelle für Absicherung und Vorsorge. Doch was ist nötig und was Unfug? Finanzanalytiker Volker Looman gibt eine Antwort und warnt! Nach Abzug von Versicherung und Steuer bleiben Ihnen noch 2.748 EUR. Gehen Sie damit richtig um!

  1. Bewahren Sie Ruhe und geben vor allem beruflich weiter Vollgas.
  2. Finden Sie den richtigen Partner.
  3. Halten Sie Ihr Geld zusammen; am besten so:  

Bauen Sie eine Reserve auf, im Beispiel also ca. 15.000 EUR, und füttern monatlich das Sparschwein - ja ein echtes Sparschwein - mit 625 EUR. Die meisten Versicherungen sind unnötig oder für Sie noch nicht geeignet. Lassen Sie die Finger von Berufsunfähigkeits-, Unfall- und Hausratversicherungen sowie Rechtschutzpolicen. Sie brauchen auch keine Kapitalversicherung, Rentenpolicen oder Riester-Verträge. Wichtig in der Phase des Berufseinstiegs sind eine recht günstige Haftpflichtversicherung und eine private Versicherung gegen Erwerbsunfähigkeit. Alles andere ist später an der Reihe; jetzt sind Sie so gut versorgt.

Zusammenfassung
Wählen Sie private Versicherungs- und Vorsorgeverträge mit Bedacht und füttern das Sparschwein.

Fundstelle
Volker Looman in "Was Berufsstarter mit den ersten Gehältern (nicht) tun sollten",  
Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 19.04.2016

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