Insolvenzrecht: Frühe Umstrukturierung statt Abwicklung

Sonstiges

Den Mitgliedstaaten wird empfohlen Regelungen zu treffen, mit denen Umstrukturierungen leichter möglich sein sollen, ohne dass es vorher einer förmlichen Eröffnung des Insolvenzverfahrens bedarf.

Aktuell sind in vielen EU-Ländern die Unternehmen durch das jeweils geltende Insolvenzrecht zu einer Abwicklung gezwungen und durch lange Entschuldungsfristen wird ihnen ein Neubeginn erheblich erschwert.

Die EU-Kommission gab deshalb kürzlich die Empfehlung ab, wie einzelstaatliches Insolvenzrecht reformiert werden sollte, um potentiell rentablen Unternehmen leichter eine zweite Chance zu ermöglichen, in der sie, wie Beobachtungen zeigen, oft erfolgreicher sind.

Den Mitgliedstaaten wird empfohlen Regelungen zu treffen, mit denen Umstrukturierungen leichter möglich sein sollen, ohne dass es vorher einer förmlichen Eröffnung des Insolvenzverfahrens bedarf. Dadurch sollen die Chancen zur Rettung lebensfähiger Unternehmen verbessert werden, wodurch mehr Arbeitsplätze erhalten blieben und Gläubiger einen höheren Anteil an Investitionen zurückerhielten.

Grenzüberschreitende Investitionsentscheidungen, die Umstrukturierung von Unternehmensgruppen und die Wiedereinziehungsquote grenzübergreifender Forderungen würden positive Auswirkungen durch ein einheitlicheres Insolvenzrecht in der EU verspüren.

Zu sehen bleibt, wie die Mitgliedstaaten diese Empfehlung umsetzen werden.

Fundstelle:
beck-aktuell-Redaktion, Verlag C.H. Beck, 12.03.2014 und Pressemitteilung der Europäische Kommission, Brüssel, Mittwoch, 12.03.2014

 

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