Hausratversicherung: Fahrlässige Ermöglichung des Schlüsseldiebstahls

Haas - Steuernachrichten

Kein Anspruch gegen die Hausratversicherung bei fahrlässiger Ermöglichung des Schlüsseldiebstahls.

Seien Sie achtsam! Auch wenn Ihre Hausratversicherung grundsätzlich Schäden durch Einbruchdiebstahl mithilfe Ihres Schlüssels umfasst, können Sie in manchen Fällen versicherungs-schutzlos dastehen. Grundsätzlich dürfen Sie es den Dieben nicht zu leicht machen. Wenn der Schlüsselbesitzer den Schlüsseldiebstahl allzu einfach gestaltet, muss er den Schaden oftmals selbst tragen.

Fahrlässige Ermöglichung des Schlüsseldiebstahls - Ein Fallbeispiel: Die hausratversicherte Person positioniert ihre Handtasche, in welcher der Schlüssel liegt, in ihrem Fahrradkorb. Sie stellt das Rad kurz an eine Säule, um mit einer Person zu sprechen und achtet während dieser Zeit nicht auf den Korb mit der Tasche. Die Tasche wird gestohlen. Die Bestohlene meldet den Diebstahl sofort.

Noch in derselben Nacht wird jedoch in ihre Wohnung - sie schläft wegen des Schlüsselverlusts bei einer Verwandten - eingebrochen und es werden Wertgegenstände entwendet.

Nach diesem Vorfall bestand kein Versicherungsschutz für die aus der Wohnung erbeuteten Gegenstände. Die eigentlich Versicherte musste den Schaden selbst tragen.

Fundstelle
OLG Hamm, Beschluss vom 15.02.2017 20 U 174/16

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