Geschenk oder Arbeitslohn?

Bewertungsgesetz und Erbschaftsteuer

Die Beteiligten (Arbeitnehmer und Arbeitgeber) würden bei Zuwendungen an den Arbeitnehmer wohl oftmals lieber eine Schenkung annehmen, da selbst bei Steuerklasse III der Freibetrag von 20.000 EUR (§ 16 ErbStG) selten ausgeschöpft wird.

Ob es sich bei der Zuwendung um eine Gegenleistung für die Arbeitsleistung des Arbeitnehmers und damit um Arbeitslohn handelt oder um ein Geschenk, beurteilt sich indes nicht nach der subjektiven Einschätzung der Beteiligten, sondern nach objektiven Tatumständen.

Bei nichtselbstständiger Tätigkeit ist der Veranlassungszusammenhang mit dem Arbeitsverhältnis stets dann gegeben, wenn die „Zuwendung“ im weitesten Sinne als Frucht der Arbeitsleistung anzusehen ist.

Hand aufs Herz! In der Regel ist es wohl eher Arbeitslohn.

Fundstelle
BFH-Beschluss vom 06.12.2013 VI B 89/13, BFH/NV 2014 S. 511 

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