Gesamthandsgemeinschaften und Grunderwerbsteuer

Grunderwerbsteuer

Gesamthandsgemeinschaften sind selbstständige Rechtsträger im Sinne des Grunderwerbsteuergesetzes. Grunderwerbsteuer wird nicht erhoben, wenn der übertragende oder erwerbende Gesamthänder am Vermögen der Gesamthand beteiligt ist. Zu beachten ist die fünfjährige Behaltensfrist.

Gesamthandsgemeinschaften sind selbstständige Rechtsträger im Sinne des Grunderwerbsteuergesetzes.

Folgende Personenhandelsgesellschaften zählen zu den Gesamthandsgemeinschaften: Offene Handelsgesellschaften (OHG), Kommanditgesellschaften (KG), Partnerschaftsgesellschaften, Gesellschaften bürgerlichen Rechts (GbR), Erbengemeinschaften, Gütergemeinschaften.

Die obersten Finanzbehörden der Länder haben mit Schreiben vom 09.12.2015 Stellung genommen zu Grundstücksübertragungen auf eine Gesamthand, bzw. von einer Gesamthand.

Grunderwerbsteuer wird nicht erhoben, soweit der übertragende oder erwerbende Gesamthänder am Vermögen der Gesamthand beteiligt ist. Sind die Gesamthänder identisch, so ist auch die Übertragung von einer Gesamthand auf die andere nicht steuerpflichtig. Diese Grundsätze gelten immer nur bezogen auf deren jeweilige Beteiligungshöhe.

Es gilt eine 5-jährige Behaltensfrist:
Bei einer Verminderung des Vermögensanteils innerhalb von 5 Jahren nach dem Erwerb des Grundstücks durch die Gesamthand ist die Versagung der Steuerbefreiung zu prüfen.

Der Erlass enthält eine Vielzahl von Beispielen zum Übergang von Grundstücken auf, bzw. von einer Gesamthand, unter anderem bei formwechselnder Umwandlung. 

Fundstelle
Oberste Finanzbehörden der Länder vom 09.12.2015 S 4514, BStBl 2015 I S. 1029

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