Erweiterte Gewerbesteuerkürzung bei Anteilsveräußerung?

Gewerbesteuer

Unterliegt die Veräußerung eines Mitunternehmeranteils der Gewerbesteuer?

Verwalten oder nutzen Unternehmen ausschließlich eigenen Grundbesitz oder Grundbesitz und Kapitalvermögen, so können sie den Teil des Gewerbeertrags kürzen, der auf die Verwaltung und Nutzung des Grundbesitzes entfällt. § 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG wird auf Antrag gewährt und stellt eine vollumfängliche Gewerbesteuerbefreiung dieser Einkünfte dar.

Sachverhalt
Das Gericht hatte zu entscheiden, ob eine gewerblich geprägte Kommanditgesellschaft Gewinne aus der Veräußerung eines Mitunternehmeranteils der Gewerbesteuer zu unterwerfen hat. Bei den an der Personengesellschaft Beteiligten handelte es sich um Kapitalgesellschaften.

Entscheidung
Die Revision wurde zurückgewiesen. In seiner Begründung bezog sich der BFH auf die in der Zwischenzeit eingefügte Neuregelung des § 9 Nr. 1 Satz 6 GewStG i.V.m. § 7 Satz 2 Nr. 2 GewStG.

Es erfolgt keine erweiterte Kürzung für den Teil des Gewerbeertrags, der auf Veräußerungs- oder Aufgabegewinne von unmittelbar beteiligten Kapitalgesellschaften entfällt.  

Fundstelle
BFH-Urteil vom 18.12.2014 IV R 22/12

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