Erhöhung der Wertgrenze für Aufzeichnungspflichten von GWG

Haas - Steuernachrichten

Der Bundestag hat am 30.03.2017 u.a. die Erhöhung der Wertgrenze für Aufzeichnungspflichten der GWG von 150 EUR auf 250 EUR verabschiedet. Die Neuregelung soll für Wirtschaftsgüter, die nach dem 31.12.2017 angeschafft, hergestellt oder in das Betriebsvermögen eingelegt werden, gelten.

Der Bundestag hat am 30.03.2017 das Zweite Gesetz zur Entlastung insbesondere der mittelständischen Wirtschaft von Bürokratie in 2./3. Lesung  verabschiedet. Nun muss der Bundesrat noch zustimmen, damit das Gesetz in Kraft treten kann.

Darin enthalten ist u.a. die Erhöhung der Wertgrenze für Aufzeichnungspflichten der GWG von 150 EUR auf 250 EUR. Demnach müssen in voller Höhe abgeschriebene Wirtschaftsgüter mit bestimmten Daten nur noch dann in einem Verzeichnis aufgeführt werden, wenn ihr Wert 250 EUR übersteigt. Zu den Aufzeichnungspflichten selbst ist es inhaltlich zu keiner Änderung gekommen; es wurde lediglich die bisherige Wertgrenze von 150 EUR maßvoll angehoben (§ 6 Abs. 2 Satz 4 EStG). Die neue Wertgrenze soll erstmals bei Wirtschaftsgütern gelten, die nach dem 31.12.2017 angeschafft, hergestellt oder in das Betriebsvermögen eingelegt werden (§ 52 Abs. 12 Satz 3 EStG).

Hinweis

Die große Koalition hatte sich Anfang März 2017 darauf geeinigt, die Abschreibungsregeln für GWG zu vereinfachen und dafür die Grenze für die Möglichkeit zur Sofortabschreibung von 410 EUR auf 800 EUR zu erhöhen. Diese Änderung wurde abgelehnt.

Fundstelle

Zweites Gesetz zur Entlastung insbesondere der mittelständischen Wirtschaft von Bürokratie (Zweites Bürokratieentlastungsgesetz), BT-Drucksache 18/11778 vom 29.03.2017 

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