Einheitlicher Erwerbsgegenstand: GrEStG und UStG (Teil II)

Haas - Steuernachrichten

Der Umfang des Ländererlasses vom 14.03.2017 und die Gliederung über eine Seite zeigen, wie facettenreich das Thema "Einheitlicher Erwerbsgegenstand" ist.

Trotz der ausführlichen Ausarbeitung sind einige Bereiche noch ungeklärt:

  • Wann z. B. liegt die Annahme eines Bauangebotes mit nur "geringen" Abweichungen vor. Gilt allgemein die 10 %-Grenze?
  • Wie ist das bei Großbauten, wo neue Gebäude, Gebäudeteile "ständig" hinzukommen oder wegfallen?
  • Wie ist das bei mehreren Grundstückseigentümern auf der Veräußererseite?

Beispiel
Geschwister S und T haben zwei nebeneinanderliegende Grundstücke geerbt. Sie verkaufen die Grundstücke an Käufer K. Zwischen S und K liegt ein einheitliches Zusammenwirken vor, nicht aber mit T.

Lösung
Entweder die Grundsätze über den einheitlichen Erwerbsgegenstand finden gar keine Anwendung oder es wird ggf. nach Flächen aufgeteilt.

Fundstelle

Gleichlautende Ländererlasse vom 14.03.2017, BStBl 2017 I S. 436
BFH-Urteil vom 28.03.2012 II R 57/10, BStBl 2012 II S. 920 zur 10 %-Grenze
FG Köln, Urteil vom 16.10.2013 5 K 1985/09, EFG 2014 S. 1806 (Revision II R 38/14)

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