Eingabe der Bundessteuerberaterkammer an das BMF

Umsatzsteuer

Die neue Rechnungspflichtangabe „Gutschrift“ wurde eingeführt. Ohne diese Angabe, gelangt man nicht in den Genuss des Vorsteuerabzugs.

Durch den zugefügten § 14 Abs. 4 Satz 1 Nr. 10 UStG ist eine neue Pflichtangabe durch das AmtshilfeRLUmsG eingeführt.
Damit ist bei der Rechnungserstellung durch den Leistungsempfänger oder durch einen von ihm beauftragten Dritten gem. § 14 Abs. 2 Satz 2 UStG die ausdrückliche Angabe „Gutschrift“ anzugeben, um zweifelfrei in den Genuss des Vorsteuerabzugs zu gelangen.

Die BStBK regt an, dass die Pflichtangabe auch in vergleichbarer Formulierung sowie in anderen Amtssprachen der EU z. B. „credit note“ bzw. „self billing“ anerkannt werden soll.

Weiterhin wird um Klarstellung gebeten, dass die Verwendung der Formulierung "Gutschrift" bei kaufmännischen Gutschriften, z. B. Abrechnung über einen Erstattungsbetrag aus einem vorangegangenen Umsatz, nicht zu einer Anwendung des § 14c UStG führt.

Es wird daher die Einführung einer Nichtbeanstandungsregelung von mindestens sechs Monaten empfohlen.

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