Die Übertragung heilberuflicher Praxen

Ärzte

Das Versorgungsstärkungsgesetz, das in weiten Teilen am 23.07.2015 in Kraft getreten ist, hat im Gesundheitswesen für viel Aufsehen gesorgt. Das wichtigste Thema für Ärzte: Die geplante Reduzierung der Praxissitze in überversorgten Gebieten.

Ab einem Versorgungsgrad in einer Arztgruppe von 140 % sollen Nachbesetzungsanträge abgelehnt und damit Arztsitze aufgekauft werden, wenn eine Nachbesetzung aus Versorgungsgründen nicht erforderlich ist. 

Zurzeit gelten folgende Ausnahmen:  

  • Die Praxis soll auf Ehegatte, Lebenspartner oder ein Kind übertragen werden.
  • Der Praxisnachfolger verlegt die Praxis in ein unterversorgtes Gebiet.
  • Der Nachfolger ist ein Angestellter oder Mitgesellschafter des bisherigen Vertragsarztes, mit dem die Praxis bisher gemeinsam geführt wurde, wobei die Dauer der gemeinsamen Tätigkeit seit mindestens 3 Jahren andauert oder vor dem 05.03.2015 begründet wurde. 

Die Übertragung heilberuflicher Praxen erfordert Kenntnis verschiedenster Rechtsgebiete. Es gilt berufsrechtliche, vertragsarztrechtliche, steuerrechtliche sowie darüber hinaus zivilrechtliche Aspekte zu beachten. 

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