Die Top 5 Themen bei der SEPA Umsetzung

Es ist dringend anzuraten, bereits im Vorfeld die SEPA-Umsetzung zu starten, so dass hier ein unnötiger Zeitdruck vermieden werden kann.

Top 1: Mr. / Mrs. SEPA
Das Unternehmen sollte umgehend einen verantwortlichen SEPA Beauftragten benennen (Mr. oder Mrs. SEPA). Diese zentrale Funktion stellt sicher, dass abteilungsübergreifend die SEPA rechtzeitig und einheitlich umgesetzt werden.

Top 2: Gefährdung von Geschäftsmodellen
Die Vorlauffristen bei SEPA-Lastschriften können aktuelle Geschäftsprozesse in Frage stellen, die derzeit mit der DTA-Sicht-Lastschrift funktionieren. Während heute die DTA-Lastschrift am Tag der Belastung beim Kreditinstitut eingereicht werden, so müssen zukünftig SEPA-Lastschriften mit bis zu 5 Tagen Vorlauf eingereicht werden.

Top 3: STP-Bremse
Im derzeitigen DTA-Verfahren stehen dem Auftraggeber 378 Zeichen im Verwendungszweck der Zahlung zur Verfügung, um den Grund der Zahlung zu spezifizieren. Aufgrund der maximalen Belegung von 140 Zeichen im Verwendungszweck in der SEPA besteht das Risiko, das notwendige Informationen nicht mitgegeben werden. Somit kann es dazu führen, dass die heute sehr verbreiteten automatische Verbuchungen "ausgebremst" werden.

Top 4: Oma-Enkel
Hierzu ein aktuelles Beispiel aus der Praxis:

Der volljährige Enkel schließt einen Mobilfunkvertrag ab. Der Enkel unterzeichnet den Vertrag, während seine Oma das dazugehörige Mandat unterschreibt, damit für die Mobilfunkkosten das Konto der Oma belastet wird.

Derzeit würde monatlich der Einzelverbindungsnachweis dem Enkel zugesendet und das Konto der Oma ohne weitere Informationen belastet.

In der SEPA muss nun zusätzlich zum Einzelverbindungsnachweis an den Enkel die Oma vor der Belastung per Pre-Notification informiert werden.

Somit werden mit SEPA zusätzliche Erweiterungen in den Kundenstammdaten benötigt.

Top 5: Stammdaten-Oldime
In den Debitoren- und Kreditoren-Systemen der Unternehmen sind Kontonummern von Kunden gespeichert, die offiziell nicht mehr existieren.

Bisher fällt dies nicht auf, da Banken als Service diese Kontonummern ohne Rücksprache mit dem Unternehmen automatisch anpassen, damit der laufende Prozess nicht unterbrochen wird.

Diese Kontonummern können allerdings eventuell nicht mehr über das Service-Portal des Bankenverbandes in eine IBAN umgewandelt werden.

Somit ist dringend anzuraten, bereits im Vorfeld die SEPA-Umsetzung zu starten, so dass hier ein unnötiger Zeitdruck vermieden werden kann.

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