Der Pokerspieler, der umsatzsteuerliche Unternehmer

Umsatzsteuer

Ein professioneller Pokerspieler hat seine Gewinne aus den Spielen der Umsatzsteuer zu unterwerfen.

Dies hat das FG Münster jetzt entschieden und zwar für den Fall, dass der Spieler als Unternehmer anzusehen ist, als jener er dann sonstige Leistungen erbringt, die der Umsatzsteuer unterliegen, § 1 Abs. 1 Nr. 1 UStG.

Ein Pokerspieler, der über mehrerer Jahre an Pokerspielen und anderen Geld einbringenden Internetspielen teilgenommen hatte, klagte gegen die Einordnung seiner Gewinne als steuerbar und brachte vor allem vor, kein Unternehmer zu sein, sondern nur Freizeitspieler.

Folgen konnte das Gericht dieser Einschätzung jedoch nicht.
Der Kläger führe, indem er an den Spielen regelmäßig teilnehme, eine nachhaltige Tätigkeit zur Erzielung seiner Einnahmen aus und sei daher nach § 2 Abs. 1 UStG als Unternehmer anzusehen. 

Vor allem, weil er seine nichtselbstständige Tätigkeit aufgab, sei diese Einschätzung gerechtfertigt.
Darüber hinaus ist die Tatsache, dass er andere Spieler zur Erhöhung seiner Gewinnchancen unterbeteiligt und dass er die Tätigkeit schon 9 Jahre ausführt Indizien für professionelle Ausübung der Tätigkeit.

Fundstelle 
FG Münster, Urteil vom 15.07.2014 15 K 798/11 U

zur Übersicht