Das ändert sich in 2017

Haas - Steuernachrichten

Von EU-Amtshilferichtlinie und Maßnahmen gegen Gewinnkürzungen und -verlagerungen bis K wie Kindergeld. Wir geben einen Überblick.

Unter anderem gelten ab 01.01.2017 folgende Änderungen:

  • Aufwendungen eines Gesellschafters einer Personengesellschaft dürfen nicht als Sonderbetriebsausgaben abgezogen werden, soweit diese Aufwendungen auch die Steuerbemessungsgrundlage in einem anderen Staat mindern. Dies gilt nicht, soweit diese Aufwendungen Erträge desselben Steuerpflichtigen mindern, die bei ihm sowohl der inländischen Besteuerung unterliegen als auch nachweislich der tatsächlichen Besteuerung in dem anderen Staat unterliegen, § 4i EStG-E.
  • Der Antrag auf Teileinkünfteverfahren bei mindestens 1%-iger Beteiligung erfordert eine berufliche Tätigkeit, die maßgeblichen unternehmerischen Einfluss auf die wirtschaftliche Tätigkeit der Kapitalgesellschaft nimmt, § 32d Abs. 2 Nr. 3 Buchstabe b EStG-E.
  • Der Kinderfreibetrag steigt im Jahr 2017 um 54 EUR auf 2.358 EUR, § 32 Abs. 6 Satz 1 EStG-E.
  • Der Grundfreibetrag steigt um 168 EUR auf 8.820 EUR, § 32a Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 EStG-E.
  • Ebenso steigt der Unterhaltshöchstbetrag um 168 EUR auf 8.820 EUR, § 33a Abs. 1 Satz 1 EStG-E.
  • Das Kindergeld wird jeweils um 2 EUR erhöht. Damit beträgt das Kindergeld  für das 1. und 2. Kind 192 EUR, für das 3. Kind 198 EUR und ab dem 4. Kind jeweils 223 EUR, § 66 Abs. 1 EStG-E.    

Fundstelle
Gesetz zur Umsetzung der Änderungen der EU-Amtshilferichtlinie und von weiteren Maßnahmen gegen Gewinnkürzungen und -verlagerungen

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