Corona-Pandemie und die Umsatzsteuer

Haas - Neuigkeiten

Wir haben Ihnen die wichtigsten Informationen zum Thema "Corona-Pandemie und die Umsatzsteuer" zusammengestellt. Es geht unter anderem um Fristverlängerungen, Uneinbringlichkeit von Forderungen und Bußgelder.

BMF-Schreiben vom 19.03.2020

Das BMF hat ein Schreiben vom 19.03.2020 mit dem Betreff "Steuerliche Maßnahmen zur Berücksichtigung der Auswirkungen des Corona-Virus (COVID-19/SARS-CoV-2) veröffentlicht.

Bitte nutzen Sie - soweit erforderlich - alle Möglichkeiten:

  • Steuerstundung (zinslos)
  • Erlass von Säumniszuschlägen
  • Verzicht auf Vollstreckungsmaßnahmen
  • Herabsetzung der Sondervorauszahlung bei Dauerfristverlängerung

Vorsicht: Unrichitge Angaben können zu Steuerhinterziehung (§ 370 AO) oder leichtfertige Steuerkürzung (§ 378 AO) führen

Fristverlängerung

  • Nach dem FAQ-Katalog der Bundessteuerberaterkammer sollen Anträge "großzügig" behandelt werden
  • Umstellung auf quartalsweise Voranmeldungen für Neugründer schon ab 2020 in der Diskussion

Uneinbringlichkeit von Forderungen

Werden Forderungen uneinbringlich aufgrund der Corona-Pandemie, kommt eine Berichtigung nach § 17 Abs. 2 Nr. 1 UStG in Betracht. Aber auch der Leistungsempfänger muss, wenn er seine Verbindlichkeit auf absehbare Zeit nicht begleichen kann, die Vorsteuer entsprechend berichtigen.

Bußgeld
Wer die Umsatzsteuer nicht rechtzeitig zahlt, begeht eine Ordnungswidrigkeit nach § 26b UStG. Die Verfolgung der Ordnungswidrigkeit unterliegt dem Opportunitätsprinzip nach § 47 OWiG, nähere Vorgaben hierzu enthält Nr. 104 Abs. 3 AStBV (Anweisung für das Straf- und Bußgeldverfahren).

Zur Verhinderung eines entsprechenden Bußgeldes bitte rechtzeitig Stundung beantragen und auf eine Rückwirkung dieser bestehen.

§ 2b UStG

Das Land NRW hat einen Antrag im Bundesrat eingebracht, die Übergangsfrist für die Regelung des § 2b UStG (= § 27 Abs. 22 UStG) bis 31.12.2022 zu verlängern.

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