„Betrunkener“ Arbeitsunfall

Kürzlich wurde von dem SG Heilbronn der Treppensturz eines 58 Jährigen mit einem Blutalkoholspiegel von 1,99 Promille in einem Hotel als Arbeitsunfall anerkannt.

Das Gericht merkte an, dass eine betriebliche Tätigkeit zum Unfallzeitpunkt nicht nachgewiesen werden müsse, sondern dass vielmehr auf einer Tagung Berufliches und Privates kaum trennbar sei.

Zwar war der offizielle Teil der Veranstaltung für den Tag bereits beendet gewesen, jedoch sei darauffolgendes gemütliches Zusammensein üblich und der anschließende Weg ins Hotelzimmer ein versicherter „Arbeitsweg“.

Auch sorge der Alkoholkonsum nicht für den Wegfall des Versicherungsschutzes. Für Fußgänger gibt es ja nun noch keine solche Promillegrenze ...

Fundstelle
Pressemitteilung SG Heilbronn vom 07.07.2014

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