Berufsfußballer kann Kosten für Sky-Abo nicht geltend machen

Einkommensteuer

Kosten des "Fußballpakets" im Sky-Abo stellen keine Werbungskosten eines Berufsfußballspielers dar. Zu diesem Ergebnis kommt das Finanzgericht Münster.

Sachverhalt
Der Kläger, der als Lizenzfußballspieler Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit erzielt, abonniert beim Pay-TVSender Sky das "Fußballpaket". Die Kosten hierfür macht er als Werbungskosten mit folgender Begründung geltend:

Das Ansehen der Spiele dient

  • der Schulung seiner eigenen fußballerischen Fähigkeiten sowie
  • der taktischen Vorbereitung auf seine Gegenspieler.

Das Finanzamt versagt den Abzug der Kosten mit der Begründung:

  • Der Erwerb des Abos erfolge aus privatem Interesse am Fußball und
  • für die Aufteilung der Kosten lässt sich kein geeigneter Maßstab finden.

Entscheidungen
Das Finanzgericht Münster führt aus, dass die Kosten der privaten Lebensführung zuzuordnen sind.

Aufwendungen für das Fußballpaket entstünden einer Vielzahl von Steuerpflichtigen wegen des allgemeinen Interesses an den dort gezeigten Spielen. Die Übertragungen richten sich nicht an ein Fachpublikum, sondern an die Allgemeinheit. Nach der allgemeinen Lebenserfahrung ist davon auszugehen, dass der Kläger das Abo nicht nur dazu genutzt hat, um sich auf kommende Gegner vorzubereiten, sondern auch, um sich andere interessante Spiele anzusehen.

Eine Aufteilung der Kosten kommt nicht in Betracht, da es hierfür an objektivierbaren Kriterien fehle.

Hinweis
Gründe für eine Zulassung der Revision sieht das Finanzgericht nicht.

Fundstelle
FG Münster, Urteil vom 24.03.2015 2 K 3027/12 E

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