Aufarbeitung von Cum/Cum-Gestaltungen der Vergangenheit

Haas - Steuernachrichten

Bund und Länder haben sich einvernehmlich auf Kriterien zur steuerlichen Aufarbeitung vergangener Cum/Cum-Gestaltungen verständigt. Wie die Umsetzung erfolgen soll wird in einem BMF-Schreiben bekanntgegeben. Es betrifft Transaktionen, die bis zum 31.12.2015 durchgeführt wurden.

Bund und Länder haben sich einvernehmlich auf Kriterien zur steuerlichen Aufarbeitung vergangener Cum/Cum-Gestaltungen verständigt.

Bei Cum/Cum-Transaktionen wurden Aktien vor dem Dividendenstichtag von einem ausländischen Anteilseigner mit dem Ziel der missbräuchlichen Steuergestaltung auf eine inländische Bank übertragen und nach dem Dividendenstichtag einschließlich Dividende zurückerworben. Die inländische Bank hat sich die auf die Dividende abzuführende Kapitalertragsteuer anrechnen lassen und die Steuerersparnis mit dem ausländischen Eigner geteilt.

Wie die Umsetzung erfolgen soll wird in einem BMF-Schreiben bekanntgegeben. Es betriftt Transaktionen, die bis zum 31.12.2015 durchgeführt wurden.

Die unrechtmäßige Anrechnung bzw. Erstattung von Kapitalertragsteuer wird auf diesem Wege verhindert.

Seit dem 01.01.2016 sind Cum/Cum-Steuergestaltungen gesetzlich über § 36a EStG die Grundlage entzogen. Die Anrechnung der Kapitalertragsteuer wird seitdem nur noch gewährt, wenn ein Aktienerwerber während eines Zeitraumes von 91 Tagen um den Dividendenstichtag die Aktie mindestens 45 Tage gehalten und dabei ein erhebliches Kursrisiko getragen hat.    

Fundstelle
BMF-Pressemitteilung vom 07.03.2017 Nr. 9/2017 

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