Anschaffungsnebenkosten bei unentgeltlichem Erwerb

Einkommensteuer

Bei einem unentgeltlichen Grundstückserwerb sind Anschaffungsnebenkosten im Wege der AfA abziehbar - so der BFH in seiner Entscheidung vom 09.07.2013.

Bei einem unentgeltlichen Grundstückserwerb sind Anschaffungsnebenkosten im Wege der AfA abziehbar - so der BFH in seiner Entscheidung vom 09.07.2013.

Die gegenteilige Verwaltungsauffassung  im BMF-Schreiben vom 13.01.1993 IV B 3 – S 2190; BStBl. 1993 I S. 80  (Rz. 13) ist damit überholt. 

Geklagt hatte eine Steuerpflichtige, die gemeinsam mit ihrem Bruder Erbin von mehreren Grundstücken geworden war. Im Zuge der Auseinandersetzung über die Erbschaft hatten die Klägerin und ihr Bruder die Grundstücke unter sich aufgeteilt, ohne dass es hierbei zu entgeltlichen Übertragungen gekommen war.

Die Kosten für die Auseinandersetzung des Nachlasses  - u.a. Notar- und Grundbuchkosten - sind  als Anschaffungsnebenkosten im Wege der AfA bei den Einkünften aus der Vermietung der Grundstücke abziehbar.

Der unentgeltliche Erwerber hat im übrigen die Anschaffungs- und Herstellungskosten seines Rechtsvorgängers fortzuschreiben (§ 11d Abs. 1 Satz 1 EStDV). Das schließt aber eigene Anschaffungskosten des Erwerbers nicht aus. Die Anschaffungsnebenkosten erhöhen die Bemessungsgrundlage für die AfA - die nur für das Gebäude in Anspruch genommen werden kann - nicht für den anteiligen Wert des Grund und Bodens. Die Aufwendungen sind entsprechend aufzuteilen.

Fundstelle:
BFH vom 09.07.2013 – IX R 43/11

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