Als Fußgänger zur MPU

Fußgängerverhalten führt zum Führerscheinentzug.

Ein Fußgänger wurde seiner Ansicht nach von einem Pkw geschnitten, woraufhin er dem Fahrer mit der Faust mehrfach ins Gesicht schlug. Daraufhin musste er mit einer MPU seine Fahreignung beweisen. Diese Untersuchung ließ er jedoch nicht durchführen und verlor deshalb den Führerschein. Zu Recht, wie das VG München nun entschied.

Die Tatsache, dass der Antragsteller die Untersuchung nicht machen ließ, lässt auf eine Fahrungeeignetheit schließen. Auch stehe die vorangegangene Körperverletzung in Zusammenhang mit der Kraftfahreignung, indem sie unmittelbar als Reaktion auf den Straßenverkehr und auf das Fahrverhalten anderer geschah. So entstehen begründete Anhaltspunkte dafür, dass der Antragssteller, wenn er mit einem Fahrzeug unterwegs ist, ähnlich auf Verkehrssituationen reagieren wird.

Fundstelle
VG München, Beschluss vom 22.09.2014 M 6b S 14.3454

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