Änderungen durch das Altersvorsorge-Verbesserungsgesetz

Sonstiges

Ein zentraler Bestandteil des AltvVerbG sind auch Gesetzesänderungen zur Verbesserung der Förderung beim sog. „Wohn-Riester“, welche zum 01.01.2014 in Kraft getreten sind.

Sachverhalt

In der Praxis ist ein Rückgang beim Abschluss von Riester-Verträgen zu beobachten, welcher auf ein immer größer werdendes Misstrauen solchen Verträgen gegenüber zurückzuführen ist. Da die private Altersvorsorge vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung immer wichtiger wird, versucht der Gesetzgeber mit dem Gesetz zur Verbesserung der steuerlichen Förderung der privaten Altersvorsorge, diesem Trend entgegenzuwirken, Altersvorsorge-Verbesserungsgesetz vom 24.06.2013 (AltvVerbG), a.a.O.

Ein zentraler Bestandteil des AltvVerbG sind auch Gesetzesänderungen zur Verbesserung der Förderung beim sog. „Wohn-Riester“, welche zum 01.01.2014 in Kraft getreten sind.

1.         Jederzeitige Kapitalentnahme

Nach der bisherigen Rechtslage ist die förderunschädliche Entnahme von gefördertem Altersvorsorgevermögen für die selbstgenutzte Wohnung nur eingeschränkt möglich. So muss die Entnahme entweder im zeitlich unmittelbaren Zusammenhang mit der Anschaffung bzw. Herstellung der selbstgenutzten Wohnung oder zur Entschuldung dieser Wohnung unmittelbar zu Beginn der Auszahlungsphase erfolgen. 

Diese Einschränkung wird aufgehoben. Künftig kann das Altersvorsorgevermögen jederzeit (auch in der Ansparphase) für die Umschuldung eines für die Anschaffung
oder Herstellung der Wohnimmobilie aufgenommenen Darlehens förderunschädlich entnommen werden.

2.         Behindertengerechter bzw. barrierereduzierender Umbau

Darüber hinaus kann künftig auch für bestimmte Umbaumaßnahmen an der selbstgenutzten Wohnung die „Wohn-Riester“-Förderung in Anspruch genommen und das Altersvorsorgevermögen hierfür förderunschädlich entnommen werden. Voraussetzung dafür ist, dass die betreffenden Aufwendungen mindestens 6.000 EUR betragen und innerhalb eines Zeitraumes von 3 Jahren nach der Anschaffung oder Herstellung der selbstgenutzten Wohnung entstanden sind oder die Aufwendungen mindestens 20.000 EUR betragen. Außerdem muss in beiden Fällen durch einen Sachverständigen bestätigt werden, dass das für den Umbau entnommene Kapital zu mindestens 50 % auf Umbaumaßnahmen i.S.d. DIN 18040-2 (barrierefreies Bauen) entfällt. 

Fundstelle

Altersvorsorge-Verbesserungsgesetz vom 24.06.2013 (AltvVerbG), BGBl 2013 S. 1667

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