Achtung: Geringfügig Beschäftigte, § 17 MILoG

Wer einen 450 EUR-Jobber beschäftigt, ist künftig nicht nur verpflichtet diesen bei der Minijobzentrale anzumelden, sondern auch, den Beginn, das Ende und die Dauer seiner täglichen Arbeitszeit spätestens bis zum Ablauf des 7. auf den Tag der Arbeitsleistung folgenden Kalendertages aufzuzeichnen und diese Aufzeichnungen mindestens 2 Jahre beginnend ab dem für die Aufzeichnung maßgeblichen Zeitpunkt aufzubewahren.

So soll verhindert werden, dass unbezahlte Überstunden stattfinden, die den Mindestlohn faktisch umgehen. Gleiche Pflichten treffen auch alle anderen Arbeitgeber insbesondere von Beschäftigten aus:

  • dem Baugewerbe,
  • dem Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe,
  • dem Personenbeförderungsgewerbe, dem Speditions-, Transport und dem damit verbundenen Logistikgewerbe,
  • dem Schaustellergewerbe,
  • der Gebäudereinigung,
  • der Forstwirtschaft,
  • der Fleischwirtschaft sowie
  • Unternehmen im Auf- und Abbau von Messen und Ausstellungen,
  • und viele andere mehr…

Die Dokumentationspflichten bestehen vor allem, um die Einhaltung des Mindestlohns späteren Kontrollen zugänglich machen zu können, die die Zollbehörden beim Arbeitgeber durchführen.

Fundstelle 
BGBl 2014 I S. 1348

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