Abgeltungsteuer (25 %) trotz Näheverhältnis

Einkommensteuer

§ 32d Abs. 2 Nr. 1a EStG schließt die Anwendung der sog. Abgeltungsteuer bei Darlehensverträgen dann aus, wenn Gläubiger und Schuldner einander nahestehende Personen sind.

1. Grundsatz
§ 32d Abs. 2 Nr. 1a EStG schließt die Anwendung der sog. Abgeltungsteuer bei Darlehensverträgen dann aus, wenn Gläubiger und Schuldner einander nahestehende Personen sind.

2. Urteil FG-Münster
Nicht jedes Näheverhältnis reicht aus! Als Missbrauchsverhinderungsvorschrift greift ein Ausschluss nur dann, wenn konkrete Umstände des Vertragsverhältnisses und der daran beteiligten Personen den sicheren Schluss zulassen, dass das Motiv der Darlehensgewährung vordergründig in der Ausnutzung des niedrigen Steuersatzes von 25 % ESt liegt.

Es bleibt abzuwarten, wie der BFH ggf. entscheiden wird.

Fundstelle:
FG-Münster, Urteil vom 20.09.2013 Aktenzeichen: 4 K 718/13 E
(Revision zugelassen)

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