7 Dinge zum grenzüberschreitenden Umsatzsteuer-Reihengeschäft die Sie kennen müssen…

Umsatzsteuer

Das Umsatzsteuer-Reihengeschäft ist - gerade in der Praxis - eine nicht immer einfach anzuwendende Spezialregelung des Umsatzsteuerrechts.

Bei grenzüberschreitenden Reihengeschäften ergeben sich weitere Besonderheiten. Die folgenden 7 Dinge zum grenzüberschreitenden Reihengeschäft sollten Sie daher beachten:

1.         Steuerbefreiungen

Die Steuerbefreiungen für die Ausfuhr und die innergemeinschaftliche Lieferung kommen ausschließlich für die bewegte Lieferung in Betracht. Die übrigen Lieferungen (sog. ruhende Lieferungen) sind, soweit sie im Inland steuerbar sind, steuerpflichtig.

2.         Innergemeinschaftlicher Erwerb

Bei einer Warenbeförderung aus dem Gemeinschaftsgebiet nach Deutschland verwirklicht nur derjenige Unternehmer einen innergemeinschaftlichen Erwerb, an den die bewegte Lieferung ausgeführt wurde.

3.         Verwendung der „richtigen“ Umsatzsteuer-Identifikationsnummer

Kommt es im Rahmen eines Reihengeschäfts zu einer Warenbeförderung ins Gemeinschaftsgebiet, ist von den beteiligten Unternehmern auf die Verwendung der richtigen USt-IdNr. zu achten. Verwendet derjenige Unternehmer, an den die innergemeinschaftliche Lieferung erbracht wird, nicht die USt-IdNr. des Landes in das die Ware befördert wird, so kommt es nach § 3d Satz 2 UStG zur Besteuerung eines zusätzlichen innergemeinschaftlichen Erwerbs. Die Steuerbefreiung für die innergemeinschaftliche Lieferung entfällt nach der Verwaltungsauffassung ebenfalls.

4.         Versandhandelsregelung, § 3c UStG

Die Versandhandelsregelung nach § 3c UStG ist auch beim Reihengeschäft zu beachten. Voraussetzung für die Anwendung des § 3c UStG ist aber, dass die bewegte Lieferung der letzten Lieferung in der Lieferkette zugeordnet wird.

5.         Verlagerung des Lieferorts, § 3 Abs. 8 UStG

Gelangen Waren im Rahmen eines Reihengeschäfts aus dem Drittland ins Inland, so kommt die Verlagerung des Lieferorts gem. § 3 Abs. 8 UStG nur für die bewegte Lieferung in Betracht.

6.         Steuerbefreiung nach § 4 Nr. 4b UStG

Liegt eine Warenbeförderung aus dem Drittland vor und hat ein Unternehmer die Waren eingeführt, so sind die der Einfuhr vorangegangenen Lieferungen im Inland nach § 4 Nr. 4b UStG steuerfrei.

7.         Innergemeinschaftliches Dreiecksgeschäft, § 25a UStG

Das innergemeinschaftliche Dreiecksgeschäfts ist ein Spezialfall des Reihengeschäfts. Liegen die Voraussetzungen für das „normale Reihengeschäft“ nicht vor, so kann auch kein innergemeinschaftliches Dreiecksgeschäft vorliegen.

Mehr Informationen zum Thema erhalten Sie in unserem Seminar „Umsatzsteuer-Reihengeschäft“ mit Mathias Alm.

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