3 Dinge zum BilRUG, die Sie kennen sollten!

Bilanzsteuerrecht

Ende Juli 2015 ist das Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) in Kraft getreten.

 

 

3 "Highlights" der größten HGB-Reform seit dem Bilanzrechtsmodernisierungs­gesetz sind:

1. Streichung der außerordentlichen Posten in der GuV-Gliederung 

Die bisherige Definition außerordentlicher Aufwendungen und Erträge in § 277 Abs. 4 HGB wurde aufgehoben. Der Ausweis entsprechender Posten in der Gewinn- und Verlustrechnung entfällt. Dafür sind im Anhang der Betrag und die Art außergewöhnlicher Erträge und Aufwendungen jeweils anzugeben und zu erläutern, soweit diese nicht von untergeordneter Bedeutung sind.

2. Änderung der Umsatzdefinition

Bisher rechneten zu den Umsatzerlösen nur Erlöse aus Geschäften, die für die gewöhnliche Geschäftstätigkeit typisch sind. Die Einschränkungen auf die "gewöhnliche Geschäftstätigkeit" und auf das "typisch" sind entfallen. Zu den Umsatzerlösen rechnen daher nach neuer Fassung auch Erlöse aus

  • dem Verkauf von Produkten,
  • der Vermietung oder Verpachtung von Produkten sowie
  • aus der Erbringung von Dienstleistungen,

die für die gewöhnliche Geschäftstätigkeit nicht typisch sind.

Der Anstieg der Umsatzerlöse kann die Einstufung der Kapitalgesellschaft in klein, mittel oder groß beeinflussen.

3. Nutzungsdauer für Geschäfts- oder Firmenwert

Die Nutzungsdauer für Geschäfts- oder Firmenwerte, bei denen keine verlässliche Schätzung vorgenommen werden kann, wird auf 10 Jahre festgelegt. Außerdem ist der Zeitraum, über den ein entgeltlich erworbener Geschäfts- oder Firmenwert abgeschrieben wird, im Anhang zu erläutern.

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